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Presse-Information

19. November ist Welt-Toiletten-Tag
Richtig Trinken: MKÖ stellt neues Infoblatt zum Thema Inkontinenz vor
„Spülen Sie Ihre Blasen- und Darmgesundheit nicht hinunter!“


Wien, 17. November 2016 – Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) setzt anlässlich des Welt-Toiletten-Tages die Inforeihe „Rat für Blase und Darm“ fort. Im aktuellen Infoblatt klären Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen darüber auf, welchen Stellenwert „Richtiges Trinken“ bei Problemen mit der Blase hat, und geben Tipps, wie das Trinkverhalten optimiert werden kann.


Inkontinenz ist ein weit verbreitetes, aber dennoch stark tabuisiertes Thema. Rund eine Million Österreicher leiden darunter, den Abgang von Harn oder Stuhl nicht mehr kontrollieren zu können. Die Medizinische Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) möchte genau dieser Tabuisierung entgegentreten, ganz offen mit dem Thema Inkontinenz umgehen und Betroffenen sowie deren Angehörigen mit Beratung und Information zur Seite stehen. „Enttabuisierung ist eines unser großen Ziele, denn nahezu für jede Form der Blasen- bzw. Darmschwäche gibt es wirksame Hilfe“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Max Wunderlich, Vizepräsident der MKÖ, die Initiative. „Zu unserem Informationsangebot zählen auch Infoblätter, die jeweils einen Aspekt für die Erhaltung bzw. Wiedererlangung einer gesunden Blase und eines gesunden Darms behandeln.“

Bereits im Sommer wurde im Zuge der Welt-Kontinenz-Woche Teil 1 der Infoserie zur Blasen- und Darmgesundheit mit dem Titel „Geburt und Schwangerschaft“ präsentiert. Nun – thematisch passend zum „Welt-Toiletten-Tag“ – folgt Teil 2 der Serie mit Tipps zum Thema „Richtiges Trinken“, denn Flüssigkeitsaufnahme und der Gang zur Toilette sind untrennbar miteinander verbunden.

Nicht weniger, sondern RICHTIG trinken!
So lautet das Credo für das optimale Trinkverhalten bei Blasen- bzw. Darmschwäche. Gut verständlich erklären die Experten der MKÖ im Rahmen des aktuellen Infoblatts, dass ausreichendes Trinken und Inkontinenz einander nicht widersprechen und geben praktische Empfehlungen, das Trinkverhalten optimal zu gestalten. „Wir möchten vor allem mit dem Mythos aufräumen, dass die Einschränkung der täglichen Flüssigkeitszufuhr ein probates Mittel ist, ungewollten Harnverlust zu vermeiden. Das Gegenteil ist der Fall. Nicht nur führt stark konzentrierter Urin zu vermehrtem Harndrang, die Blase wird auch anfälliger für Infektionen. Dazu kommt, dass im Zuge jeder ordentlichen Blasenfüllung die Blasenmuskulatur trainiert wird. Fällt dieses Training weg, verringert sich das Fassungsvermögen der Blase allmählich und es kann sogar schon bei geringerer Füllung zu Inkontinenzepisoden kommen.

Wenig trinken kann also eine Inkontinenz sogar noch verstärken, anstatt sie zu verbessern“, warnt MKÖ-Präsident Univ.-Prof. Dr. Lothar C. Fuith.

Bestellhinweis
Das factsheet „Richtiges Trinken“ ist kostenlos erhältlich bei der

Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
Geschäftsstelle
T: 01/4020928 oder 0810/100 455
E: info@kontinenzgesellschaft.at

oder kann hier >>> heruntergeladen werden.

 

 

 

 

 

 



Über die MKÖ: Engagement seit 26 Jahren
Blasen- und Darmschwäche sind ein häufiges Problem, welches zumindest 10 Prozent der österreichischen Bevölkerung betrifft. Begonnen hat die systematische Inkontinenzhilfe 1990 in Linz, als sich ein kleiner Kreis von Ärzten, diplomierten Gesundheits- und Krankenschwestern und Physiotherapeuten zusammenschloss. Seit Bestehen ist es das Ziel der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ), Maßnahmen zur Prävention, Diagnostik und Behandlung der Inkontinenz sowie Forschung, Lehre und Praxis zu fördern. Dazu gehören die spezielle Schulung des medizinischen Fachpersonals ebenso wie die gezielte Öffentlichkeitsarbeit zur Information und Beratung von Betroffenen und ihren Angehörigen. Heute ist die MKÖ maßgeblich an der Vernetzung von Fachärzten, Ambulanzen, Allgemeinmedizinern, Physiotherapeuten, Pflegeberufen und der Öffentlichkeit beteiligt. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefern auch die seit 1991 jährlich abgehaltenen Jahrestagungen sowie die Kontinenz-Stammtische in Oberösterreich und Wien sowie das Kontinenzmeeting in Kärnten.

Kontinenz ist MKÖ!
www.kontinenzgesellschaft.at

Kontakt für Journalisten-Rückfragen:
Elisabeth Leeb
T: 0699/1 424 77 79
E: leeb.elisabeth@aon.at


Presse-Information
anlässlich der 26. Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ)
21. bis 22. Oktober 2016

26. Jahrestagung der MKÖ in Linz  |  21. – 22. Oktober 2016

Kongressnachlese
MKÖ-Jahrestagung: Basics & Highlights der Inkontinenz

Linz / Wien, 4. November 2016 – Von 21. bis 22. Oktober 2016 fand heuer zum 26. Mal die interdisziplinäre wissenschaftliche Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) in Linz statt. Unter dem Motto “Basics & Highlights“ lag der Fokus des diesjährigen Kongresses zum einen auf den wichtigen Grundlagen und klar definierten Abläufen im Behandlungsalltag und auf der anderen Seite auf der kritischen Betrachtung und Verbesserung von Diagnose- und Behandlungsalgorithmen. Die MKÖ-Tagung hat eine Vorreiterrolle in Österreich: Keine andere wissenschaftliche Tagung bringt so viele unterschiedliche Fachbereiche zusammen, wodurch sie sich zum Fixpunkt für all jene etabliert hat, denen das Tabuthema Inkontinenz ein Anliegen ist. Kontinuierlich steigende Teilnehmerzahlen bestätigen das Veranstaltungskonzept. Abstracts finden Sie unter www.kontinenzgesellschaft.at (Jahrestagung)

Die Jahrestagung der Medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ) ist eine einzigartige interdisziplinäre Möglichkeit derWeiterbildung, des Erfahrungsaustausches und der Diskussion. Diese zwei Tage dienen der nachhaltigen Vernetzung all jener Disziplinen, welche sich mit Erhaltung und Wiederherstellung der Kontinenz befassen. Knapp 400 Teilnehmer folgten der Einladung, was das wachsende Interesse an diesem so breiten medizinischen Bereich zeigt und dennoch die Erwartungen aller, auch der beiden Kongresspräsidentinnen Dr. Evi Reinstadler, Oberärztin an der Abteilung Gynäkologie am Krankenhaus Dornbirn, und Elisabeth Udier, MSc., Physiotherapeutin mit Lehrauftrag an der FH Physiotherapie in Klagenfurt, übertraf.

OÄ Dr. Evi Reinstadler Elisabeth Udier, MSc.

Breites wissenschaftliches Programm für alle Berufsgruppen
Das Programm richtete sich an Ärzte mehrerer Fachbereiche, Pflegedienst, Physiotherapie und Hebammen. An zwei Tagen präsentierten führende Experten dieser Disziplinen aus Österreich, Deutschland, Großbritannien und sogar Australien aktuelles Wissen, praktisch umsetzbare Information und neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Auch die Workshops wurden mit großem Interesse angenommen: „Die Teilnehmer erhielten in Kleingruppen profundes Fachwissen und Anleitung zur praktischen Umsetzung zu den Themen Perinealsonografie, Transanale Irrigation, Elektrotherapie und Neurourologie“, so die beiden Kongresspräsidentinnen. Der Themenbogen der wissenschaftlichen Vorträge spannte sich von der Geburtshilfe über Prolaps bis hin zu Inkontinenz vor und nach Wirbelsäulenoperationen und Selbstkatheterismus. Aber auch den „Stiefkindern der Inkontinenz“ wie schlecht eingestellter Diabetes mellitus oder Inkontinenz nach einem Insult widmeten sich die Referenten. Genauso wie der Frage, wie der Internist zur Kontinenz beitragen kann, da er es zumeist mit multimorbiden älteren Patienten zu tun hat. Last but noch least wurde dem heiklen und deshalb so wichtigen Thema Katheterismus und Intimität Platz eingeräumt, das viel Sensibilität im Umgang mit diesen Patienten erfordert.

Forceps are bad news
Zu den Höhepunkten der Tagung zählte ohne Zweifel die Mitwirkung des weltweit bekannten und renommierten Urogynäkologen Prof. Dr. Hans-Peter Dietz von der University of Sydney, Australien, der im Workshop und Vortrag über die diagnostischen Möglichkeiten der Perinealsonografie sprach und schließlich für die Verbannung der Geburtszange ins Museum plädierte: „Forceps are bad news“, brachte er die Ursache für zahlreiche maternale Geburtstraumen auf den Punkt. In seinem Workshop verbildlichte er eindrucksvoll anhand Live-Ultraschalls, wie das Auge des Diagnostikers geschult und dadurch die Therapie optimiert werden kann.

Kleinere Gesprächsgruppen – die „Salons“ – in denen wissenschaftszentrierte und praxisorientierte Ansätze, Meinungen und Fallbeispiele zu Themen wie Problemzone Anorektum, Fertilität & Sexualität oder Verantwortung des „Kontinenzteams in der Rehabilitation nach Operationen im Becken präsentiert und diskutiert wurden, rundeten das breit gefächerte Programm ab. Reinstadler und Udier: „Das Format der Salons hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt, da hier die Interaktion mit dem Publikum aus unterschiedlichen Fachbereiche besonders gut funktioniert.“

Zertifiziert und ausgezeichnet
Um die Entstehung von qualifizierten Anlaufstellen für Patienten mit Kontinenz- und Beckenbodenproblemen zu fördern und österreichweit einheitliche Qualitätsstandards in der Diagnostik, Therapie und Versorgung zu schaffen und zu sichern, bietet die MKÖ als unabhängiges und interdisziplinäres Expertengremium an, derartige Zentren zu zertifizieren. Im Rahmen des Kongresses erhielt heuer das Krankenhaus Dornbirn das Zertifikat „Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum (KBBZ)“. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried wurde bereits zum zweiten Mal re-zertifiziert.

Ebenso zum zweiten Mal wurde heuer der „Comitatus Award“ verliehen, der von der Firma Hollister in Zusammenarbeit mit MKÖ, der Kontinenz-Stomaberatung-Österreich (KSB) und der Österreichischen Gesellschaft für Urologie (ÖGU) ausgeschrieben wird. Mit diesem Preis sollen besonders innovative und patientenfreundliche Projekte, Initiativen und Maßnahmen für Menschen mit neurogenen Blasenentleerungsstörungen ausgezeichnet werden. Der erste Preis wurde einer Arbeitsgruppe des AUVA-Rehabilitationszentrums Bad Häring verliehen, die das Thema „Intermittierender Katheterismus – Welche Möglichkeiten gibt es zur Schulung und Anleitung von Betroffenen mit neurogenen Blasenentleerungsstörungen?“ behandelt hat.

Das Resümee der Kongresspräsidentinnen Reinstadler und Udier: „Die MKÖ ist ein starkes Team. Das hat sich heuer auf der Tagung wieder auf eindrucksvolle Art gezeigt. So eine Organisation ist nur möglich, weil so viele Köpfe mitdenken, so viele Hände zur rechten Zeit zur Stelle sind. Dass die Sprecher zum Teil direkt aus den MKÖ-Kreisen sind, versteht sich von selbst, da die MKÖ aus einem hervorragenden interprofessionellen Team besteht. Durch weitere Sprecher „von außen“ holten wir uns interessante Aspekt in unser Netzwerk. Wir möchten uns bei allen Mitwirkenden ganz herzlich für ihren Beitrag und auch für die ganz besonders gute und herzliche Stimmung in den Diskussionen und Gesprächen bedanken.“

Save the date: Die 27. Jahrestagung der MKÖ findet am 20. und 21. Oktober 2017 wieder im LFI Linz auf der Gugl statt.


Kontakt für Journalisten-Rückfragen:
Elisabeth Leeb
[ PR-Beratung › Medienarbeit › Text ]
T: 0699/1 424 77 79
E: leeb.elisabeth@aon.at

Bildmaterial
(zum Download der HighEnd-Version bitte auf das jew. Bild klicken)


©Hinweis Foto OÄ Dr. Evi Reinstadler:
studio22.at - marcel hagen

©Hinweis Foto Elisabeth Udier, MSc.:
Bernhard Horst, www.studiohorst.at

©Fotos Dokumentation von der Tagung:
Hanna Minihofer


 

 


 

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